Dicke Luft in Singapur

Seit dem Wochenende ist in Singapur ganz schön dicke Luft angesagt und Indonesien ist mal wieder Schuld dran.
Die Brandrodungen auf Sumatra (Indonesien) und der ungünstige Wind schieben die Rauchwolken (Haze) aus Indonesien zur Zeit recht stark nach Singapur (siehe Karte). Auf der PSI-Skala (von 0 bis 100) wurden gestern 73 Punkte erreicht. Wenn ich von meinem Haus aus Richtung Stadtzentrum schaue, kann ich einige Hochhäuser fast nicht mehr sehen. Letzte Woche hab ich noch die Schiffe auf dem Meer dahinter gesehen, was aber auch eher eine Ausnahme war, da es seit dem ich hier bin immer etwas „hazy“ ist.
Jetzt aber erst Mal zu letzter Woche. Mittwoch ging es wie immer ins Insomia um bei ein paar gemütlichen Feierabendbierchen die deutsche Sprache zu üben. Nicht dass man das hier noch vergisst... In meinem neuem Fotoalbum, das ich mir geleistet habe, findet ihr jetzt auch ein Foto-Set zum Nachtleben in Singapur. Ach ja, zuerst war ich am Mittwoch noch mit Michèle und Markus in der NewAsiaBar, im 72. Stock des Swissôtel. Die beiden aus Basel hab ich an meinem Wochenende auf Sibu kennen gelernt. Am nächsten Abend wurde gleich noch mal diese Bar gestürmt, da Anika und Klaus ihren Abschied aus Singapur „feiern“ mußten.
Den Freitag verbrachte ich mit einer Hand voll Deutschen im Chinese Garden. Dieser Park im Westen von Singapur ist wegen dem chinesischen Mid-Autumn-Fest mit Lichtern und leuchtenden Gebilden geschmückt. Für die Baiersbronner: So bissle wie Buhlbachbeleuchtung – seht selbst.
Am Samstag morgen bin ich mit Alice in ihren Tempel zu einer chinesisch-buddhistischen Hochzeit. Super Erfahrung wenn man so was mal erleben darf. Nach einer Stunde chinesischem Singsang war die eigentliche Zeremonie mit ca. ner dreiviertel Stunde recht schnell vorbei. Anschließend wurde ich noch von den „Chefs“ vom Tempel zum Lunch eingeladen. So viel Gastfreundschaft hatte ich hier echt nicht erwartet.
Nachmittags war das ganze fischer-Team bei Kelvin zum ersten Geburtstag seines kleinen Sohnes eingeladen. Da Gary Connah da war, war ich wenigstens nicht der einzigste Ang-Moh dort. War aber sehr lustig und auch sehr lecker.Direkt anschließend stieg dann die bereits lang angekündigte Arabian Night bei Lindsay, Kartik und Max in ihrem Condo (Hochhaus mit Eigentumswohnungen). Gemäß dem Dreßcode waren auch fast alle arabisch gekleidet und wir hatten eine lange, lange Partynacht mit Indern, Deutschen, Engländern, Franzosen, Norwegern, Chinesen und was weiß ich woher... Die drei Gastgeber haben ihre ganze Wohnung in einen riesigen Dancefloor mit Chill-Out Ecke, Bar und Shishabalkon umgekrempelt.
Super Sache! Wie auf der extra dafür geschalteten Homepage vermerkt, ging die Party auch bis zum Sonnenaufgang. Dementsprechend war dann mein Sonntag weniger spannend, da ich es vorzog sehr lange zu schlafen und mich gegen Abend zu meinem Sonntags-Starbucks-Caramel-Machhiato zu schleppen.Heute war ich mit Kelvin und Johnny bei unserem zweiten DIY-Set-up. In der Vivo-City Mall, neben dem Harbour Front Centre, haben wir bei
dem Baumarkt Selffix unsere fischer-Wand eingerichtet. Wenn man bedenkt, dass dieses Einkaufszentrum (bestimmt das 1.375ste in Singapur ;-) ) in 1 ½ Wochen die große Eröffnung feiern will, muss dort noch einiges geschehen. Bis jetzt ist dort alles noch eine riesige Baustelle mit manchen Geschäften, die schon bald öffnen könnten, aber auch vielen anderen, die meiner Meinung nach noch Jahre bis zur Eröffnung ausharren müssen. Die Inder werden es schon schaffen! Heute in der VivoCity ist mir mal wieder sehr deutlich klar geworden, dass in Singapur ohne die vielen Inder überhaupt gar nichts gehen würde. Die Bauarbeiter dort (und überall sonst in der Stadt) sind fast ausschließlich Inder. Ihr schafft das Jungs!Nun ja, Dienstag ist für mich schon wieder Freitag, da ich am Mittwoch auf meine nächste größere Reise aufbrechen werde. Morgens geht es mit Tiger Airways nach Macau. Macau ist wie Hong Kong eine Sonderverwaltungszone von China mit eigener Währung und sonstigen Extrawürsten. Durch die koloniale Prägung aus Portugal ist Macau anscheinend was ganz besonderes in Asien – Grund genug sich das mal selbst anzuschauen. Dann geht es mit der Fähre nach Hong Kong und am Sonntag Abend wieder zurück nach Singapur. Da ich mich in Hong Kong mit unserem fischer-Importeur treffen werde, denke ich mal dass ich auch ein paar Ecken der Stadt sehen werde, die sonst vor Touristen verschont bleibt.
Jetzt wird es so langsam Zeit dass ich mal den Mac Donalds verlasse, in dem ich das ganze hier geschrieben habe. Mit Umlauten – juhuu! Ist hier ganz normal in Singapur dass viele im Mäc, Starbucks oder sonstwo die kostenlosen Hotspots nutzen... Nur schade dass ich das nicht kann, danke DELL!
Ich wünsche euch allen einen schönen Feiertag!
