Wednesday, August 30, 2006

Selamat hari! (Malaiisch für "Guten Tag")


Ich war zwar noch nicht in Malaysia aber am Sonntag war ich kurz davor. Aber erst mal von vorne. Nach meiner dritten Arbeitswoche bei fischer war ich kurzfristig am Freitag bei einer Wohnungs-Einweihungsparty von einem Deutschen, der nun mit drei Indern zusammengezogen ist.

Den Samstag hab ich (mal wieder) auf Sentosa verbracht. Wenn man aber so nen schönen Strand vor den Toren der Stadt hat, muss man ihn ja auch nutzen. Trotz den vielen (teuren) Attraktionen auf Sentosa, hab ich nicht mehr als den Strand gesehen. Werd es eines Tages ja wohl noch ins Underwater World und auf den Carlsberg Skytower schaffen. In dem Underwater World soll es einen 84 m langen Tunnel geben, von dem aus man Haie, Rochen, Muränen und allerlei andere Tiere sehen kann. Nach dem Nachmittag am Strand bin ich wieder mit dem Bus zurück nach Singapur gefahren. Direkt bei der Brücke nach Sentosa gibt es das Harbour Front Centre. Unter anderem, was sonst, ein Einkaufszentrum. Dazu gehören auch zwei Bürotürme. Durch einen der beiden verläuft die Seilbahn, die Sentosa mit dem Harbour Front Centre und Mount Faber verbindet. Wenn man also will, kann man auf Sentosa in die Gondeln steigen, durch ein Hochhaus fahren (oder dort aussteigen) und wieder hoch auf Mount Faber fahren. Mount Faber liegt 117 m über und direkt am Meer. Von dort aus hat man einen schönen Blick über den Containerhafen, das Stadtzentrum und auf die umliegenden Inseln im Süden. Muss ich auch noch hin!

Am Sonntag habe ich mich mal auf nach Pulau Ubin gemacht. Diese Insel liegt im Norden von Singapur, zwischen Singapur und Malaysia. Viele Einheimische meinen zwar dass es auf der Insel nicht viel gibt, aber genau das macht doch den Reiz von Pulau Ubin aus. Wenig Menschen, keine Einkaufszentren, keine Hochhäuser. Nach ca. 1 1/2 Stunden mit U-Bahn und Bus bin ich dann schließlich in Changi Village (Nähe Flughafen) am Meer angekommen. Von dort aus fahren Bumboats nach Pulau Ubin. Bereits ab dem Hafen beginnt das Kontrastprogramm zu Singapur. Diese Bumboats fahren nicht nach einem Fahrplan, sondern erst wenn 12 Passagiere da sind. Zum Glück waren genug Leute da, so musste ich nur sehr kurz warten. Das Boot sah zwar nicht so aus als ob es 12 Menschen transportieren kann, aber bis zur Insel hat es jedenfalls gereicht. Nach 10 Minuten fahrt legte das Boot an der Insel an. Dort gibt es einige Läden wo man sich Fahrräder ausleihen kann. Nachdem ich mir noch einen Inselplan geholt habe, bin ich dem Fahrrad über die Insel geradelt. Es gibt einige befestigte Wege aber auch viele Pfade, auf denen man mit dem Fahrrad gerade so durchkommt. Obwohl es an dem Tag morgens noch geregnet hat, machte mir die enorme Luftfeuchtigkeit im Wald doch ganz schön zu schaffen. So habe ich also die Insel erkundet. Sie haben übrigens recht, dort gibt es echt nicht viel was man aus der Stadt kennt. Dafür gibt es Garnelenfarmen, Durianplantagen und ganz viel Urwald und riesengrosse Insekten (so gross wie kleine Voegel bei uns). Während ich so durch den Wald gefahren bin habe ich in den Bäumen drei Affen gesehen, die sich in den obersten Stockwerken der Bäume rumgehangelt haben. Obwohl ich noch nicht im Singapore Zoo gewesen bin kann ich sagen, dass es auf jeden Fall schöner ist die Tiere in ihrer echten Umgebung sehen zu können. Schon lustig, dass ich bei drei Tagen in Ecuadors Urwald keinen einzigen Affen gesehen habe und ich hier 10 Minuten von der 4 Millionen Metropole welche sehen kann. Später habe ich noch welche direkt an der Straße gesehen und hab ihnen eine Weile zugeschaut bis sie sich wieder in ihre Bäume verzogen haben. Nachdem ich wieder zurück auf dem Festland war, habe ich mir in einem Hawker Centre was chinesisches zu Essen geholt und im Changi Park am Meer zu Abend gegessen. Da diese Küste mehr oder weniger direkt vor dem Flughafen liegt, konnte man die ganze Zeit Flugzeuge im Landeanflug beobachten.



Heute war ich mit Kelvin Bek (Geschäftsführer fischer Singapore) in einem kleinen Baumarkt, in dem wir diese Woche eine fischer-Wand einrichten werden. Der Laden ist viel kleiner als unser Bauhaus oder Obi und ist in einem großen Einkaufszentrum. Bestimmt verbringen die Singapurer die Hälfte ihres Lebens in Einkaufszentren, so viele gibt es hier. Für Dienstag hat mich Kelvin zum Abendessen zu seiner Familie eingeladen, da lass ich mich mal überraschen.

Sodele, das wars soweit. Das nächste Mal werde ich mich erst wieder nächste Woche melden. Am Donnerstag Abend werde ich nämlich übers Wochenende nach Thailand fliegen und mir Bangkok anschauen. Den Flug hab ich schon vor ner Weile gebucht, übernachten werde ich in Bangkok in einer Jugendherberge, die mitten in der 5-Sterne-Hotel-Gegend liegt. Hört sich doch ganz gut an.

Also dann, bis bald!

Euer Jojo